Vom Traum, in die Basketball Nationalmannschaft

Der Weg von Christian Sengfelder, BBL-Profi bei Brose Bamberg und deutscher Nationalspieler.

Wie schaffst Du es vom Jugendspieler bis an die Spitze der BBL Top-Scorer und in die deutsche Nationalmannschaft? Diesen Traum lebt nämlich Christian „Chris“ Sengfelder.

In unserer heutigen Story gibt uns Chris Einblicke in seine ersten Gehversuche im Profisport, wie er über die Jahre seine Leistung stetig optimieren konnte und was Du beachten solltest, wenn Du den gleichen Traum leben möchtest!

Lass Dich auf Chris Reise mitnehmen und erfahre hier, welche Tipps er für Dich parat hat.

Auf diesem Weg wurde ich zum Profi-Basketballer

Chris Sengfelders Werdegang – die ersten Jahre

Am Anfang spielte Chris, wie so ungefähr jeder andere deutscher Junge, Fußball. Mit acht Jahren kam er dann über einen Freund zum Basketball. Die Leidenschaft sollte ihn packen und so durchlief er nacheinander die u14, u16 Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) sowie die ersten beiden Jahre der u19 Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) des TSV Bayer 04 Leverkusens.

Die Nähe zu einem Verein mit guter Jugendarbeit war hier natürlich von großem Vorteil. Schon damals reifte ein erster Gedanke und der Traum, irgendwann einmal in den USA spielen zu wollen und die Vorteile des dortigen Systems zu nutzen.

Für Chris lagen die Vorteile eines damals noch hypothetischen Wechsels in die USA auf der Hand: Nicht nur die Qualität der Basketball-Ausbildung und professionellen Strukturen im Sport, sondern auch die Möglichkeit, den Sport mit dem Studium zu verbinden und die persönliche Weiterentwicklung reizten ihn.

In seinem letzten Jahr in der NBBL stellte Chris die Weichen für sein Vorhaben, wechselte aus Leverkusen weg und schloss sich Ehingen/Urspring an, einem Verein im Süden Deutschlands. Ziel war es, sich dort durch sportliche Leistungen in der NBBL sowie in der zweiten Bundesliga (ProA) zu empfehlen und sich für ein Stipendium an einer US-Universität zu bewerben.

US College Basketball Zeit (NCAA)

Station 1 – Fordham University

Mit 19 Jahren, im Jahr 2014, kam also der Sprung über den großen Teich. Mit einer Zusage aus New York wechselte Chris – mit einem frischen Stipendium in der Tasche – an die Fordham University. Für die in der Bronx beheimatete Universität absolvierte Chris in 3 Jahren insgesamt 93 NCAA-Spiele.

Er konnte ihn dort also leben: Den US-Basketball Style, den Hype um die Sportart und die Möglichkeit, auch in jungen Jahren schon vor einer größeren Kulisse zu spielen. Waren es in der Fordham Heimspielstätte „lediglich“ 2.000 Zuschauer, so waren es bei Auswärtsspielen auch schonmal 5, 6 oder 10.000 Zuschauer!

Chris erarbeitete sich seine Position im Team und kam am Ende seiner dortigen Spielzeit auf durchschnittlich 11,4 Punkte sowie 5,8 Rebounds pro Spiel.

New York sollte jedoch nicht seine letzte Station in den USA sein.

Station 2 – Boise State University

4.000 km weiter westlich von New York sollte dann seine nächste USA Station liegen. Für die Spielzeit 2017/8 wechselte Chris nämlich in den Bundesstaat Idaho and die Boise State University in Boise.

Diese Möglichkeit tat sich auf, weil er als sogenannter „Graduate Transfer“ nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelor-Studium zum ambitionierten Boise-Team wechseln durfte.

Dort bestätigte er in neuem Team und neuem Umfeld nicht nur seine Leistung, sondern steigerte seine Performance nochmals und kam am Ende der Spielzeit in insgesamt 32 Partien auf einen Punkteschnitt von 11,8 sowie 6,6 Rebounds pro Spiel.

Vor Abschluss seines zweiten Jahres im Master-Studiengang kam bereits die nächste Karriereentscheidung – „Gehe ich den Weg in die BBL?“.

Nach Deutschland in die BBL Basketball-Bundesliga

Performance auf dem Spielfeld

Nach den 4 Jahren US-Sport stand erneut eine große Entscheidung an. Und Chris entschied sich dafür, den Weg in die deutsche Basketball-Bundesliga zu gehen.

Für die Spielzeit 2018/9 unterschrieb er bei den Basketball Löwen Braunschweig, wo ihm seine College-Erfahrungen dabei halfen erneut auf Anhieb zum Leistungsträger im Team zu werden. In seiner BBL-Premierensaison lag sein Punkteschnitt bei 11,3 Punkten und im Schnitt gelangen ihm 5,9 Rebounds bei den insgesamt 37 Bundesliga-Einsätzen, in denen er wohlgemerkt bei jeder Partie (!) in der Starting-5 stand.

Ein Start mit Ausrufezeichen in der Basketball-Bundesliga!

Nach seinem Wechsel zu Brose Bamberg, ist er in seiner dritten Saison aktiv, unumstrittener Stammspieler, sowie derzeit Top 4 Scorer – und unter den Top-Scorern der beste Deutsche.

Wie hat Chris das geschafft?

Welchen Prinzipien folgt er und was hat ihm auf seinem Weg geholfen?

Wir haben natürlich nachgefragt!

Wie wird man zu einem der besten Spieler der BBL?

Basketball-Profi

Man sieht es auf dem Spielfeld, man sieht es neben dem Spielfeld und merkt es direkt im Gespräch mit Chris – er ist Profi durch und durch!

Auch auf Grund seiner vielen Stationen und der Auslandserfahrung in der NCAA ist Chris schon früh in die Führungsrolle gewachsen und weiter gereift. Auf seinem Weg zum professionellen Basketballspieler konnte er die verschiedensten Arten von Training miterleben, spielte schon früh vor größerer Kulisse und erarbeitete sich die Fähigkeit, sich in der neuen Umgebung jeweils schnell und gut zurechtzufinden.

Professioneller Sport ist ein Ganztagsjob

Dennoch betont Chris auch, dass es nicht immer einfach war und vor allem der Wechsel vom College in die BBL nochmal ein enormer Schritt war.

„Während man am College noch Schule hat und die Regeln des College Verbandes (NCAA) einem vorschreiben, wie viel man trainieren darf als Team, gibt es als Profi nur eine Verpflichtung und auch keine Regeln.“

Eine große Umstellung bedeutete daher sein Wechsel in die BBL:

„Dein Tagesablauf wird komplett von Basketball dominiert. Als Basketballprofi habe ich jeden Tag Training. Das ist etwas enorm Tolles, aber auch Anstrengendes. Denn es bietet sich jeden Tag die Möglichkeit, besser zu werden.“

Sein klares Credo:

„Für diese hohen Belastungen muss ich vom Körper her auch bereit sein. Wenn ich meinen Körper nicht pflege, dann geht er durch die ständige Belastung relativ schnell kaputt.“

Profi-Alltag vor und während der Saison

Neben dem täglichen Basketballtraining gibt es noch Individualtraining und Krafttraining. Krafttraining ist vor allem während des Sommers immens wichtig, damit der Körper optimal auf die Strapazen einer Saison vorbereitet ist. Individualtraining wird dann gezielt dafür genutzt, um an Schwächen zu arbeiten und Stärken weiter auszubauen und gewissen Stellen zu verfeinern und zu optimieren.

Wenn nur einmal als Team trainiert wird, verbringt Chris als Profi meistens rund vier Stunden in der Halle. 90 Minuten bis zwei Stunden werden davon trainiert. Die anderen zwei Stunden werden dafür beansprucht, sich aufzuwärmen, den Körper zu aktivieren und dann auch wieder herunterzufahren und zu dehnen.

Bei zwei Trainingseinheiten summiert sich das schnell auf und der zeitliche Bedarf liegt dann bei 6-8 Stunden – ein Vollzeitjob mit hohen Belastungen, die mit den geeigneten Methoden jedoch gut kompensiert werden können.

Der Job des Basketball-Profis besteht aus Training und Spielen?

Weit gefehlt.

Damit Chris jeden Tag volle Leistung bringen kann, besitzt die Zeit nach und vor dem Training einen enorm hohen Stellenwert.

„Ich bin davon überzeugt: Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. In dieser Zeit – egal, ob nach dem Spiel oder Training – entscheidet sich, ob ich am nächsten Tag wieder voll bereit bin, alles zu geben, oder eben nicht. Und was an dieser Stelle für mich gilt, trifft natürlich auch für alle anderen Athleten zu.“

Daher hat sich Chris bestimmte Routinen zugelegt und achtet ganz besonderes auf all die Aspekte, die seine Regeneration beeinflussen: Seine Ernährung, den Schlaf und das Stress Management.

Ernährung

Seit seiner Zeit in der NBBL setzt er sich mit seiner Ernährung auseinander und versucht konstant, sie zu optimieren. Damals ging es noch darum, ein paar unnötige Kilo zu verlieren. Heute geht es ihm eher darum, Entzündungen im Keim zu ersticken, die Regeneration anzukurbeln und dem Körper alle notwendigen Makro- und Mikronährstoffe zu geben, die er für diese hohen Belastungen braucht.

„Damit ich diese Ziele erreiche, ernähre ich mich fast ausschließlich von echten, natürlichen Lebensmitteln. Sie enthalten keine Zusatzstoffe oder komischen Zutaten. In einer Karotte ist eben nur Karotte drin. Außerdem achte ich auf die Qualität der Lebensmittel. Vor allem Fisch und Fleisch sowie manches Gemüse kaufe ich vom Bauernmarkt oder aus biologischem Anbau.“

Ernährung war also die erste Stellschraube, auf die er sich fokussierte. Regeneration, vor allem in der Form von Schlaf, rückte während seiner Collegezeit in den Fokus.

Regeneration

Den Biorhythmus konstant halten

„Ich lernte, wie wichtig es ist, einen funktionierenden Biorhythmus zu haben, da alle Systeme im Körper zusammenarbeiten. Deswegen ist es wichtig, dass der zirkadiane Rhythmus (Biorhythmus) mit dem Ablauf des Tages synchron abläuft.“

Um seinen Biorhythmus möglichst synchron und konstant zu halten, geht Chris jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett (ca. 22:30) und steht auch zur gleichen Zeit auf (ca. 8:00). Dieses Zeitfenster hat er für seinen Schlaf geblockt: „Sollten wir nicht auf Reisen sein, wird das auch eingehalten und verteidigt.“

Guter Schlaf: Licht & Koffein

„Ohne eine Nacht mit gutem Schlaf bin ich einfach nicht der gleiche Mensch und Spieler.“

Der Nationalspieler erzählt, dass er im Laufe der Zeit anfing zu experimentieren, welche Faktoren die Qualität seines Schlafs verbessern. Lichtexposition am Morgen und am Abend nennt Chris als wichtige Aspekte. Genauso, wie getimter Koffeinkonsum und ein dunkles, kühleres Schlafzimmer, in dem keine Elektronik vorhanden ist.

„Damit mich (blaues) Licht abends nicht wach macht und meine Melatonin Produktion – also die Produktion des körpereigenen Schlafhormons – unterbindet, trage ich ab 20:00 Uhr eine Blaulichtfilterbrille. So kann ich abends immer noch einen Film mit meiner Freundin gucken und meine Schlafqualität leidet nicht darunter.“

[hier geht es zum Blogbeitrag zu Blaulichtfilterbrillen]

Bezüglich des Koffeins hat Chris ebenfalls eine klare Regel: Für ihn gibt es keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr nach 14 Uhr. Zudem trinkt er viel entkoffeinierten Kaffee. Dadurch muss er nicht auf den Kaffeegeschmack verzichten, weiß aber, dass sein Schlaf nicht unter seiner Leidenschaft leiden wird.

Regenerationsort Schlafzimmer

„Der letzte Punkt ist mein Schlafzimmer. Durch die Rollladen ist es komplett abgedunkelt. Ich halte es so kühl wie möglich und es befindet sich nur mein Bett und ein Kleiderschrank im Schlafzimmer. Mein Körper und Gehirn wissen also, dass wenn ich mich ins Bett lege, es Zeit zum Schlafen ist.“

Stress Management

Als dritte große Stellschraube sieht Chris Sengfelder das Stress Management. Schlaf ist für ihn in dem Kontext schon ein wichtiger Baustein. Doch nicht nur abends bzw. in der Nacht soll der Stress abgebaut werden, sondern bereits während des Tages betreibt Chris aktives Stress Management.

Hier geht es vor allem darum, sein Nervensystem in den entspannten Modus (den Parasympathikus) zu verschieben. Das schafft Chris am besten mit Atemübungen oder auch durchs Meditieren.

„Ich betreibe zwei Arten von Atemübungen. Zum einen mache ich die Box Atmung (DPDN Blogbeitrag zur Box Atmung). Die andere Atemübung ist die Wim Hof Methode.“

„Das bewusste Atmen sowie das Meditieren helfen mit dabei, zurück ins Hier und Jetzt zu kommen und Ängste und Zweifel abzuschütteln.“

Leidenschaft und Hobby zum Beruf gemacht

Auch abschließend sehe ich wie sehr sich Chris mit den angesprochenen Themen identifiziert und auch täglich lebt.

„Ich bin absolut davon überzeugt, dass, neben dem täglichen Training, die Themen Ernährung Regeneration und Stress Management für jeden Menschen eine wichtige Rolle spielen.“

„Aus diesem Grund haben mein Bruder und ich uns auch dazu entschieden, einen Blog in’s Leben zu rufen, in dem wir genau diese Themen behandeln. Wir wollen Menschen dabei helfen, ihr volles Potential auszuschöpfen in ihrem Leben. Sie sollen ihr bestes Ich kreieren. Unserer Auffassung nach geht das allerdings nur, wenn die Kontrolle über die folgenden Themen gewonnen wird:

  • Ernährung
  • Regeneration
  • Mindset

Mindset war der letzte Aspekt, den wir noch hinzugefügt haben. Es geht nämlich nicht nur um den Körper, sondern auf um deinen Kopf und Denkweise.“

Auf diese Weise war „Der Profi und Der Nerd“ (DPDN) geboren. Und die beiden Brüder Chris und Richard Sengfelder ergänzen sich hier optimal.

Kostenloses Profi & Nerd E-Book und eine Gesundheits-Box

„Der Profi“ Chris und „der Nerd“ Richard schreiben wöchentlich neue Texte mit den Informationen, die sie aus den neuesten Büchern und aus eigenen Erfahrungen gelernt haben. Zudem bieten sie kostenlose E-Books zum Thema Ernährung, Regernation und Mindset an sowie eine Health Box.

Die Health Box ist absolut spannend und wir haben uns direkt eine solche Box gesichert! Denn die Box ist eine Zusammenstellung von sinnvollen Nahrungsergänzungen, die Chris selbst nutzt. Er empfiehlt sie daher auch anderen, die performance-orientiert denken und in Beruf und Alltag hohen Belastungen ausgesetzt sind.

Hier findet ihr alle Details zur Health-Box.

„Mit dieser Gesundheits-Box kann wirklich jeder sofort loslegen, sein bestes Ich zu erschaffen und etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun.“

In Kombination mit dem wertvollen DPDN-Wissen ist die Health Box, die jeden mit dem Wichtigsten versorgt, eine runde Sache finden wir!

Abschließend noch ein paar wichtige Stats 😉

Was ist Basketball ohne ein paar Statistiken.

Here we go! 😀

Der Profi vs. Der Nerd!

Der ProfiDer Nerd
Christian SengfelderRichard Sengfelder
Alter27Young at heart.
Größe2,03 m1,92 m
Gewicht107 kg90 kg
ScoreProfi-Score: 100%Nerd-Score: 100%
GeheimwaffeFadeaway Jump.SEO / SEA, Online Marketing

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